Startseite » Unternehmen » Unsere Geschichte

Die Papiermacherei hat in Gengenbach eine lange Tradition, die bis ins Mittelalter zurückreicht. Die "papiermühlin beym gutleuthaus" produzierte von 1490 bis 1705 Papier von höchster Qualität, das vor allem an Straßburger Druckereien, aber auch an Händler in Norddeutschland, Holland und Belgien geliefert wurde.

Albert Köhler erwirbt zusammen mit seinem Partner Jakob Marz die 1873 errichtete Gengenbacher Pappenfabrik. Wie der Gesellschaftervertrag belegt, sind die Anfänge bescheiden. Trotzdem wird noch im selben Jahr neben der Handpappenfabrik eine Strohpappenfabrik erbaut.
Gemeinsam mit einem Partner wird die 1873 errichtete Gengenbacher Pappenfabrik erworben. Wie der Gesellschaftervertrag zeigt, sind die Anfänge bescheiden. Dennoch entsteht noch im selben Jahr neben der Handpappenfabrik eine Strohpappenfabrik.
Das Unternehmen nimmt die Fabrikation von leuchtenden Metall-Glas-Mosaiken auf, um auch die Monate wirtschaftlich nutzen zu können, in der die Pappentrockung wegen schlechter Witterung nicht möglich ist. Allerdings bringt das Unternehmen nicht den erhofften finanziellen Erfolg und die Produktion wird wieder eingestellt.
Die Firma Köhler baut, für diese Zeit ungewöhnlich, Werkswohnungen für ihre Arbeiter.
Während des 2. Weltkrieges lief die Produktion zunächst weiter. Nacheinander muss die Stroh- und die Handpappenfabrikation 1944/45 aus Mangel an Kohle, Rohstoffen und Arbeitskräften eingestellt werden. Am 18.04.1945 wird Gengenbach von den Franzosen besetzt.
1946/47 kann die Pappenproduktion wieder aufgenommen werden.
Die Strohpappenfabrikation wird vollkommen eingestellt. Strohpappe genügt den Ansprüchen der Kunden nicht mehr.

Über der alten Automatikhalle wird eine neue, größere Halle errichtet, bevor das alte Gebäude abgerissen wird. So bleiben die Maschinen geschützt und die Produktion kann trotz des Umbaus beinahe ungehindert weiterlaufen.

Im ehemaligen Turbinenhaus der Firma Köhler wird ein kleines Museum eingerichtet, das Dokument, Bilder und Objekte aus der langen Firmengeschichte beherbergt.

Die Firma Köhler unterstützt das Kunstprojekt "Formen der Hierarchie" des Fachbereichs Modedesign der Fachhochschule Trier, das in Kooperation mit dem Verband deutscher Papierfabriken realisiert wird. Die Mode aus Papier und Pappe wird im November 1997 bei einer Schau in Frankfurt am Main präsentiert. Die aus Köhlerprodukten hergestellten Modelle "Krieger" und "Hohepriester" sind im Museum der Firma Köhler ausgestellt.

Um die Umwelt zu schonen und die gestiegenen Abwasserkosten zu senken, wurde 2010 in eine neue Kläranlage investiert. Mit der Siemens Industrie Solutions stand uns ein kompetenter Partner und Entwickler zur Seite. Ein für die Pappenindustrie weltweit völlig neuartige Wasseraufbereitungsanlage entstand, die in den laufenden Kreislauf und die bestehende Anlage integriert werden musste.
Im Zuge von Erneuerungen im Unternehmen wurde die alte Winkelkreisschere 1 abgebaut. Die neue Winkelkreisschere (WKS 3) von der Firma Kolbus wurde am 04. Oktober 2019 in Betrieb genommen.
Die GmbH & Co. KG wird in eine GmbH umgewandelt. Im Zuge dessen kommt es zu einem Wechsel in der Geschäftsführung.
Mit dem Abbau der Klebemaschine 2 am 17. September 2021 endet für uns ein langjähriges und erfolgreiches Produktionsfeld. Die Köhlerpappen GmbH reagiert somit auf aktuelle Marktentwicklungen. Unsere Klebeprodukte bleiben aber weiterhin im Sortiment und werden von einem Klebespezialisten für uns produziert.
Letzte Rollenproduktion an der Langsiebmaschine und Abbau der Aufrollung an der Langsiebmaschine.
Im Jahr 2023 feierte die Köhlerpappen GmbH ihr 150-jähriges Bestehen. Seit 1873 steht das Unternehmen für Qualität, Verlässlichkeit und kontinuierliche Weiterentwicklung. Generationen von Mitarbeitenden und Partnern haben diese Erfolgsgeschichte geprägt. Das Jubiläum ist Ansporn und Verpflichtung zugleich, Tradition und Zukunft verantwortungsvoll zu verbinden.
Der 11.03.2025 markiert einen schwarzen Tag in der Geschichte der Köhlerpappen GmbH. Hohe Energiekosten, volatile Rohstoffpreise, ein deutlicher Nachfragerückgang sowie strukturelle Probleme führten zur Insolvenzanmeldung. Diese Zäsur steht im starken Kontrast zur langen Tradition des Unternehmens und stellt einen tiefen Einschnitt dar.
Zum 01.01.2026 übernehmen Christian und Yannic Geiger die Köhlerpappen GmbH und sichern alle Arbeitsplätze. Christian leitet seit Jahrzehnten erfolgreich den Vertrieb, Sohn Yannic bringt als Betriebswirt Erfahrung aus einer internationalen Beratung mit.
Dem Sanierungsteam der Kanzlei BSK Berbuer Speier Kuhn unter Insolvenzverwalter Dr. André Berbuer gelang es, das Unternehmen trotz hoher Widrigkeiten umfassend zu restrukturieren. Die Ursachen der Schieflage wurden beseitigt, ein tragfähiges Zukunftskonzept entwickelt und Entlassungen vermieden.
Im Rahmen der Restrukturierung wurde zudem der Kauf der Betriebsgrundstücke durch die Stadt Gengenbach vollzogen, was die Basis für eine stabile Zukunft schafft. Die Köhlerpappen bleibt damit ein Ortenauer Familienunternehmen mit klarer Perspektive.
Unser Planet Erde verpflichtet uns zur Nachhaltigkeit. Wir dürfen die Natur nicht weiterhin rigoros ausbeuten, wir müssen anfangen, sie zu verstehen, sie zu beachten. Köhlerpappen nimmt diese umweltpolitische Herausforderung an.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Facebook. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Instagram. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von X. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr Informationen